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Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Erkrankungen der Niere sowie deren konservativer (nicht operativer) Behandlung. Darüber hinaus gehören der Bluthochdruck, die Störungen des Wasser- und des Salzhaushaltes (Elektrolythaushalt) sowie Störungen des Säure-Basen-Haushaltes zum Fachgebiet.
Der Nephrologe ist der Facharzt für Nephrologie - ein Spezialist für alle medizinischen Probleme rund um die Nieren. Sein wesentliches Ziel ist die Stabilisierung der Nierenfunktion, um die Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Peritonealdialyse) soweit wie möglich hinaus zu zögern. Typische Probleme bei chronisch eingeschränkter Nierenfunktion sind Blutarmut (renale Anämie), Bluthochdruck, Knochenveränderungen, Übersäuerung und die Notwendigkeit der Dosisanpassung vieler normalerweise über die Niere ausgeschiedenen Medikamente. Wenn die Nierenfunktion so stark eingeschränkt ist, dass sie nicht mehr mit dem Leben vereinbar ist, führt der Nephrologe die Dialysebehandlung durch und/oder bereitet die Nierentransplantation vor. Die Nachsorge von nierentransplantierten Patienten gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Nephrologen. Im Rahmen der Intensivmedizin wird durch den Nephrologen das akute Nierenversagen, z. B. nach Unfällen, bei schweren Infektionen (Sepsis) oder nach Vergiftung mit Hilfe von Dialyseverfahren behandelt.
Hämodialyse ist eine Form der Blutreinigung, die bei uns in einem unserer drei Zentren durchgeführt wird. Je nach Wohnort dialysieren unsere Patienten in Baden, Brugg oder Muri, wobei wir aufgrund allfälliger Platzverhältnisse nicht immer garantieren können, dass die Dialysen immer am Wohnortnächsten durchgeführt werden können.
Hämodialysen müssen dreimal in der Woche durchgeführt werden und dauern mindestens 4 Stunden. Das Blut wird mit Hilfe von 2 Nadeln aus einer arterialisierten Armvene (Shunt) entnommen und mit Blutflüssen von 300 bis 400 ml pro Minute durch einen Reinigungsfilter gepumpt. Nach dieser Reinigung wird es wieder über dieselbe Vene dem Patienten zurück gegeben. Die Hämodialyse ist eine gut verträgliche Form der Dialyse. Sie wird von speziell ausgebildeten Pflegepersonal durchgeführt und überwacht, nach den Anweisungen und Anpassungen des Nephrologen.
Für die Betreuung der Hämodialysepatienten stehen auf unseren Abteilungen neben den Fachärzten für Nephrologie erfahrene Fachpflegekräfte, Ernährungsberaterinnen, eine Sozialbegleiterin/Case Managerin sowie Diabetesberaterinnen, Seelsorger zur Verfügung.
Die Peritonealdiaylse (Bauchfell) ist eine Heimdialyseform. Sie wird vom Patienten allein oder mit Hilfe eines Partners zu Hause durchgeführt. Voraussetzung ist ein mit dem einen Ende in die Bauchhöhle implantierter Katheter, der mit dem anderen Ende frei aus dem Bauch hinaus ragt. Über diesen Katheter füllt der Dialysepatient seine Bauchhöhle mit ca zwei Litern einer Spezialflüssigkeit. Diese ist nach ca 3 bis 6 Stunden mit harnpflichtigen Substanzen aus dem Blut gesättigt, so dass sie über den Katheter in einen Plastikbeutel abgelassen wird und anschliessend aus einem zweiten Beutel frische Flüssigkeit wieder aufgefüllt wird. Wenn dieser Wechsel der Flüssigkeit beendet ist, kann sich der Patient vom Katheter abhängen und wieder frei seinen Verrichtungen nachgehen. Peritonealdialyse muss jeden Tag durchgeführt werden. Pro Tag muss die Flüssigkeit in der Bauchhöhle 3 bis 4 mal gewechselt werden. In der Nacht kann man ohne Wechsel durchschlafen.
Eine Alternative zu den Handwechseln ist die automatisierte Peritonealdialyse. Eine spezielle Maschine, an die man seinen Bauchkatheter über Nacht anschliesst, führt dann den Flüssigkeitswechsel automatisch während dem Schlafe durch. Das gibt tagsüber mehr Freiheit für den Dialysepatienten.
Die Bauchfelldialyse ermöglicht dem Dialysepatienten, die Dialyse zu Hause durchführen zu können. Ambulante Kontrollen erfolgen aller 6 Wochen im Dialysezentrum.
Die Patientenschulung sowie die notwendigen Kontrollen finden alle im Kantonsspital Baden statt.
Unser Institut bietet ein umfassendes nephrologisches Angebot:
Abklärungen bei
Betreuung für Prädialysepatienten
Hämodialyse
Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
Transplantationsnachsorge
Mitbetreuung von hospitalisierten Patienten mit Nierenkrankheiten
Damit die Wege für unsere Patienten kurz sind, finden Sie unser Institut an drei Standorten:
Das KSB ist unser "Mutterhaus". Hier finden Sie
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Adresse: Im Ergel 1, 5404 Baden
Fragen und Auskünfte:
Dialyse: Mo - Sa 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Telefon 056 486 2707
Nephrologisches Ambulatorium: Mo bis Fr 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr, Telefon 056 486 2584
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag 6.30 Uhr bis 18.00 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Samstag 6.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Adresse: Spitalstrasse 144, 5630 Muri
Fragen und Auskünfte:
Mo, Mi, Fr 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr,
Di, Do, Sa 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr,
Telefon 056 675 1270
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag 6.30 Uhr bis 18.00 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Samstag 6.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Adresse: Fröhlichstrasse 7, 5200 Brugg
Fragen und Auskünfte:
Mo, Mi, Fr 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr,
Di, Do, Sa 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr,
Telefon 056 486 3421